Ich sehe was, was du nicht siehst

Kommt die Information, die wir uns angucken, hören oder lesen überhaupt bei uns an?

Ja, nur wie wir sie verabeiten ist nicht so einfach.


Denn da gib es ein Problem und zwar das confirmation bias.

Das confirmation bias ist ein Bestätigungsfehler


Ein Bestätigungsfehler ist ein Begriff der Kognitionspsychologie,

der die Neigung bezeichnet, Informationen so auszuwählen,

zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen.


Aber was bedeutet das nun genau?

Es bedeutet, dass alles was wir lesen im Vorfeld von unserem Unterbewusstsein vorgefiltert wird.

Man kann diesem Effekt nicht entkommen, so sehr wir uns auch anstrengen.

Wir lesen einen Titel und wenn er nicht mit unserer inneren Einstellung übereinstimmt, wird er gnadenlos aussortiert.

Das macht die Suche nach der Wahrheit allerdings schwieriger als erwartet, denn wenn wir nur das lesen, was uns gefällt,

dann sind wir nicht in der Lage objektiv nach der Wahrheit zu suchen.


Nehmen wir mal das Beispiel flache Erde.


Also die Erde soll flach sein, das können und wollen wir nichtglauben,

denn zum Einen würde es heißen, dass wir unser Leben lang an das Falsche geglaubt haben und zum Anderen haben wir ja die Wissenschaflter die sagen, dass es nicht stimmt.

Also werden wir jeden Artikel über die flache Erde einfach wegscrollen, im Gegenteil, wir werden Artikel raussuchen in denen bestätigt wird, dass die Erde rund ist.


Wenn wir uns ein Auto kaufen, z.B. einen Golf, dann sehen wir auf einmal nur noch Golf's.

Egal wo wir sind, es tauchen immer wieder Golf's auf. In der Stadt, auf der Autobahn oder im TV. Egal wo, alle haben auf einmal das gleich Auto wie wir.


Genauso verhält es sich aber auch, wenn wir für ein Thema brennen, dann sehen wir auf einmal überall etwas dazu, wir finden auch Gruppen, die sich damit beschäftigen.

In allem was wir finden, suchen wir danach, ob es mit unserer Meinung übereinstimmt.

Und mit jedem positiven Fund werden wir in unserer Meinung bestätigt.

Das geht sogar soweit, dass wir auch Dinge in Aussagen hineininterpretieren, die gar nicht da sind. Z.B:


Trump wirbt für die Impfung.


Wir sind aber Impfgegner, also sagen wir, er hat die Impfungen ausgetauscht,

oder er meint mit der Impfung das Militär. Wir werden solange eine Erklärung suchen, bis wir die Aussage für uns annehmen können.


Genau so verhält es sich aber auch auf der Gegenseite. Da heißt es dann, seht ihr selbst Trump will, dass wir uns alle impfen lassen.


Also wenn wir der Meinung sind, dass die Zahlen vom RKI stimmen, dann dürfen wir nicht auf der Seite vom RKI suchen und uns bestätigen, sondern müssen gezielt im Netzt nach Meldungen suchen, die behaupten, dass das RKI nicht die Wahrheit sagt.

Und dann müssen wir diese Meldungen auch bewusst lesen und nicht einfach nur überfliegen.


Wir sollten versuchen uns von den Vorurteilen zu befreien und der Meldung die Chance geben, uns zu überzeugen.


Um diesem Effekt etwas entgegen zu wirken, können wir anfangen, uns mit kontra Beiträgen zu befassen.

Auch sind Disskussionen sehr sinnvoll, denn beide Seiten wollen ihren Standpunkt vertreten.

Also wird am Ende das bessere Argument siegen und nicht der eigene Wunsch des Rechthabens.


Kognitiver Prozess will eine Hypothese / Bestätigung, also können wir gar nicht (entgegen unserem Wunsch) nur das sehen, was wir sehen wollen.

Kann man sich denn diese Eigenschaft nicht zu Nutze machen?


Ja, man kann es versuchen, indem man sich mit allem beschäftigt. Hält man es auch für noch so unmöglich oder blödisinnig.

Indem wir Aussagen versuchen offen wahrzunehmen, können wir auch einen Teil davon annehmen. Also zu unserer Wahrheit machen.


Wenn wir also anfangen würden, Meldungen nur nach positiven Inhalten zu durchsuchen.

Meldungen, die nicht schön sind, so zu interpretieren, dass man das Gute darin findet, dann sollte wir doch mit einem besseren Gefühl über den Tag kommen.

Denn wenn wir den ganzen Tag über nur negative Meldungen in uns aufnehmen, wie soll man dann ins Positive kommen?

Das geht nicht, man wird unweigerlich immer mehr in die Depression gedrückt.

Genauso macht es ja das Sytem, da bekommen wir nur noch Panik und Endzeit Beiträge, das kann man auf Dauer nicht ignorieren und fürt zur absoluten Ohnmacht.


Es macht also Sinn, wenn man anfängt, sich dem Positiven hinzugeben und jeder Meldung versucht etwas Positives abzugewinnen.

Und eben auch offen für das Undenkliche sein, kann einen in der eigenen Entwickelung weiter bringen.


Versucht es mal........ Mea


Lasst bitte eure Kommentare hier drunter, dann kann ich sie besser zuordnen und ggf. auch reagieren.

Danke