Unsere Welt ist kaputt

"Sie ist kaputt.", sagte der Fuchs zu dem Igel. Der Igel fragte erstaunt "Was ist kaputt?", woraufhin der Fuchs erklärte "Unsere Welt. Also die Bäume, die Wiesen, die Bäche und Seen. Alles ist kaputt." Verdutzt äußerte der Igel "Aber es ist alles noch da. Dort sind die Bäume, da hinten die Wiese und zwischendrin strömen die Bäche in die Seen. Ich weiß nicht, was du meinst." Der Fuchs senkte traurig sein Kopf und erwiderte "Die Jäger kamen. Sie tarnten sich in den Farben des Waldes und bemalten sogar ihre Gewehre. Sie taten so, als würden sie dazu gehören und obwohl wir es besser hätten wissen müssen, ließen wir sie gewähren." Der Fuchs hob seinen Kopf leicht an und erblickte den Igel, seine Augen voller Tränen. So sprach er weiter "Sie taten so, als würden sie zu uns gehören. Ihre Erscheinung vermochte uns zu täuschen, denn sie erweckte den Eindruck, sie wären hier zu Hause und sie würden uns nichts Böses tun. Einige machten sogar großen Lärm und verjagten ein paar Wölfe, die uns schon seit Wochen Ärger machen. Die Bewohner des Waldes glaubten, die Jäger wollen uns Gutes tun. Einige warnten die Bewohner des Waldes vor den Jägern. Versuchten die anderen davon zu überzeugen, dass sie nichts Gutes wollen. Doch die meisten konnten das nicht glauben. Hatten die Jäger doch die Wölfe verjagt." Nun fragte der Igel "Und wieso ist unsere Welt kaputt?" Der Fuchs erklärte "Man ließ die Jäger gewähren und sie warteten nur auf ihre Gelegenheit. Jetzt, entgegen allem Glauben, zeigten die Jäger ihr wahres Gesicht und töteten fast jedes Tier in unserem Wald. Jetzt gibt es nur noch uns. Dich und mich, lieber Igel. Und was ist ein Wald ohne Tiere? Ja, unsere Welt ist kaputt." Bevor der Fuchs seine Reise in den neuen Wald antrat, schwenkte er seinen Kopf noch einmal in Richtung des Igels und ergänzte "Wir hatten doch die Wahl. Aber wir haben uns täuschen lassen. Und jetzt, haben wir gar nichts mehr." Doch der Igel sprach "Dann gehen wir eben in den nächsten Wald und machen es dort besser." Doch der Fuchs antwortete "Aber irgendwann gibt es keine Wälder mehr."