Ein Akt der nationalen Solidarität

"Ein Akt der nationalen Solidarität ist nötig" plögt Angela Merkel in die Kameras, als sie die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verkündet. Wie zu erwarten war, ist der Weihnachts-Lockdown, von dem ich vor einigen Tagen noch gesprochen habe, nun da. Aber selbstverständlich nur für die absolut unsolidarischen Ungeimpften. Denn für die gilt künftig, dass sie den Einzelhandel nicht mehr betreten dürfen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Im übrigen vollkommen unabhängig von der Inzidenz. Man lasse es sich das auf der Zunge zergehen: Vollkommen unabhängig von den Inzidenzzahlen, ist es ungeimpften Bürgerinnen und Bürgern künftig verboten, den Einzelhandel zu betreten. Ausgenommen sind lediglich die Geschäfte des täglichen Bedarfs. Zusätzlich unterliegen ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger künftig wieder Kontaktbeschränkungen, während geimpfte oder genesene Personen das Virus ohne jegliche Einschränkungen weiterhin überall munter verbreiten dürfen. Auch die generelle Maskenpflicht an Schulen für jedwede Stufe wird ab sofort wieder eingeführt. Zum ersten Mal wurde nun auch ganz offiziell angekündigt, dass die vollständig Geimpften ihren Impfstatus nach einigen Monaten verlieren, wenn sie sich nicht boostern lassen. Der Zeitraum soll hier wahrscheinlich neun Monate betragen. Danach heißt es wieder Gratis-Bratwurst. Zusätzlich, um die stockende Impfkampagne noch mal richtig anzuheizen, dürfen nun auch Zahnärzte und Apotheker impfen.


In diesem Sinne gratuliere ich allen Verschwörungstheoretikern zu ihrem klaren Verstand, der ihnen vor Monaten schon gesagt hat, dass genau das passieren wird. Auch den zahlreichen geimpften Bürgerinnen und Bürgern möchte ich an dieser Stelle gratulieren, dass alle ihre Grundrechte künftig an ein Impfabo geknüpft sind. Das ist doch das beste Deutschland, was wir jemals hatten.