Gibt es ein Leben nach dem Tod? (veröffentlicht am 23. Mai 2002)

Diese Frage und die vielfältigen Antworten und Meinungen dazu, veranlaßten mich dieses Thema einmal aufzugreifen.

Nun denn - wohlauf, wohlan.

Den Anfang der Argumentation macht bei mir das Stichwort Dualität. Dies ist nämlich eines der Hinderungsgründe für das Weiterkommen der Massen (Menschen). Egal wo ich hinguck oder hinhör: dies und jenes ist gut oder schlecht, lieb oder böse, schön oder häßlich. Alles dies und darüber hinaus sind Meinungsbilder, die durch Denken und Aussprache sich denn so auch manifestieren und dann auch wirklich so sind, wie sie einst erdacht wurden. Nichts ist Gut oder Schlecht, Lieb oder Böse, Schön oder Häßlich - erst der Gedanke macht es dazu. Es ist wie überall im Leben: Es ist erst eine Frage des Standpunkts, denn eine der Einstellung (...ich kann so oder so über etwas oder jemanden nachdenken). Und hier kann ich - obwohl nicht religiös - die heilige Schrift anführen: "Richte nicht, auf das Du nicht gerichtet wirst!." -

In dem ich etwas oder jemanden beurteile - mit gut, böse ... sowohl negative als auch positive Attribute - verurteile ich in dem Moment das Ding/diesen Menschen.


Aktion und Reaktion. Ich denke, tue und mache etwas und trage dafür die Konsequenzen, in der Form, daß ich dieselbe Energie, mit der ich gedacht und gehandelt habe, wieder zurück bekomme. In dieser vorgenannten Dualität.

Denke ich nicht mehr Dual, sondern liebend, bekomme ich auch diese Energie zurück. Genauso im Handeln.

Urteile nicht, auf das Du nicht verurteilt wirst. Aktion und Reaktion - eine gerechtere Gerechtigkeit gibts meines Wissens nach nicht...las mich aber gern belehren...

Diese Aktion und Reaktion ist bei null Reibung (sowohl physisch als auch feinstofflich und natürlich darüber hinaus) unmittelbar. Ich denke - ich erhalte; just in dem Moment. Wir leben physisch in einer physischen Welt. Alles träge, da Materie. Es soll mal einer versuchen, der 100 m in 10 Sekunden laufen kann, dies auch im Wasser zu schaffen - laufend, wohl gemerkt, nicht schwimmend...:-) Nun, es ist so träge, daß es in Form von Zeit meßbar wird. Auch hier gilt A+R, doch Zeit-versetzt. Deshalb ist es für viele so schwer zu begreifen, daß alles Konsequenzen hat, für die sie selbst auch verantwortlich sind. Sicherlich ist es nicht so, daß ich jetzt etwas mache, und dann bloß 5 Minuten warten brauch, bis die Antwort kommt. In dieser Welt kann es Leben dauern, bis eine Reaktion erfolgt - in dem Fall eine Frage der Intensität. Diesen Umstand macht es auch nicht leichter, daß wir alles bloß aus der Froschperspektive sehen. Von "Oben" betrachtet würde uns vieles viel klarer erscheinen: "Mensch, na klar - mußte ja so kommen...".

Zwei (vermeintliche; hauptsächliche) Vorteile sehe ich aus diesem Zusammenhang heraus (neben den vielen "Nachteilen"):

Kurzsichtig:

es ist wesentlich einfacher die Verantwortung abzuschieben, da keine Reaktion unmittelbar wirkt. "Der und der ist Schuld" - wird oft gesagt. Aber wie machtlos machen sich die Menschen, in dem sie die Verantwortung - nicht nur für ihr Tun, sondern insbesondere für ihr Leben - abgeben? Wäre alles nicht viel einfacher (...in den Griff zu bekommen), wenn ich sagen würde: "Es liegt an mir. Wenn ich das und das mache, passiert mir das und das...Ich muß es nur wollen und es soll mir zum besten gereichen.". Im Sinne von Aktion und Reaktion natürlich :) "Der größte Egoist ist der, der anderen immer das beste wünscht!"

Weitsichtig:

der Mensch / das Lebewesen hat "ZEIT", das Leben und alle Umstände und Zustände zu ERFAHREN. Denn das ist Vorraussetzung um weiter zu kommen - wohin auch immer... Aber ich kann nicht in die 2. Klasse ohne die 1. absolviert zu haben. In der 2. Klasse lerne ich nicht noch einmal schreiben, da ist es bereits Vorraussetzung, und wer das nicht kann, wird nicht versetzt.

Es wiederholt sich auch nicht die Geschichte - nur die Umstände! Und die, die erfahren wollen. Denn würde der Mensch wirklich so dolle aus der Geschichte lernen, wie oft behauptet wird - warum gibts dann immer noch Krieg?! Nach dem aller ersten Krieg (zwischen Adam und Eva? :-)) spätestens hätte der Mensch doch einsichtig werden müssen...

So, nun endlich möchte ich mal die Frage beantworten, ob nun Leben nach dem Tod oder nicht:

Ich denke schon, das dem so ist. In welcher Form auch immer...

Rein physikalisch - so widersprüchlich die orthodoxe Physik auch manchmal sein mag (hat übrigens auch nix mit "höhrerer" Physik zu tun, Natur ist wertfrei; wie übrigens auch die Liebe) - geht es gar nicht anders. Es ist das Energieerhaltungsgesetz.

Es gibt weder Energiequellen, noch -verbraucher. Sie wird maximal umgewandelt. Auch geht keine Energie verloren. Leben ist im physischen, seelischem und geistigen Sinne Energie (Oder wie bei Newton: Kraft; Deswegen kommt die ortho. Physik nicht weiter, da sie die Energie als solches nicht begreift, sondern nur als Kraft. Wie sonst sollten auch Gedanken etwas bewirken, wo sie doch physisch nix bewegen können? Bloß eines der vielen Hindernisse...). Der physische Körper geht irgendwo und irgendwie mit dem physischen Tod in die Materie wieder über. Der Lebensgeist oder (oder und) die Seele bleiben als Energie erhalten, nur nicht im Körper, welcher "bloß" als Vehikel im Dieseits zur Verfügung stand, sonder da wo sie als Energie in der Form existieren kann.

Im religiösen Sinne ist viel vom "Übergang" die Rede. Unter anderem der Begriff Hölle bzw. Höllenfeuer. Es läßt sich vom o.g. Kontext nicht trennen, also noch ein paar Worte dazu. Ich begreife dies so:

Wieder einmal eine Überlieferung aus heiligen Schriften. Sogar noch ältere Schriften begriffen es, nur nicht so wie die Kirche... Auch der Begriff Übermensch, Übergott (o.ä.) kommt hier ins Spiel, der nicht nur in der Nazi-Zeit verumglimpft und verhonepipelt wurde...

Dieser Begriff wurde schon immer stark geprägt, vor allem natürlich durch die Religionen. Aber auch philosophisch maßgeblich durch Nietsche z.B..

Um was es geht, ist ein Idealbild vom Menschen, der geprägt ist aus vollkommenem Charakter. Es ist KEINE Rasse gemeint. Auch eine s.g. Rassenvermischung tut der Sache keinen Abbruch, da dieses Idealbild nicht physisch ist. Dieses ganze Rassengequatsche ist eigentlich völlig egal, da alles materielle vergänglich ist...Andersherum gefragt: Wenn es einen Geist bzw. eine Seele gibt - woran ich nicht zweifle - und diese Energie ist: ist diese Energie schwarz, weiß, gelb oder hat Schlitzaugen, oder dicke Afroamerikanische Lippen?? Somit kann sich paaren wer will - die Energie wird dadurch nicht schmutziger oder irgendso ein Schwachsinn.

So, zurück zum Idealbild. Geprägt aus den "Guten" Charaktären Toleranz, Vertrauen, "umweltverträglicher" Egoismus (siehe oben), und vor Allem Liebe. Jene Charaktäre sind übrigens auch Ziele der wengier bekannten Freimaurerei, welche meines Wissens nach nicht das geringste mit Illuminatentum zu tun haben.

Dies zu Erreichen und der Wege dafür gibt es derlei viele. Jedem den seinen. Dem einem mag es schwer fallen - dem anderen weniger schwer. Aber dieses Ziel zur Erreichen im Innersten unseres Herzens - das gilt als Übermensch. Oder Übergott - oder wie auch immer :) Denn stelle sich einer einmal solch einen Menschen vor...ist dieser nicht ÜBER allen Dingen? Das soll nix überhebliches sein - denn es gilt doch allgemein als "Gut" tolerant und liebevoll zu sein.

Auch der Gottfrage läßt sich so ein wenig mehr beikommen: Wer oder was ist Gott, wenn es denn überhaupt einen gibt? (Mit Gott meine ich etwas, das nicht nur im religiösen Sinne zum tragen kommen sollte. Vielmehr als etwas, das als etwas höheres angesehen werden kann.)

"Gott" wird nachgesagt, daß er - neben den vielen anderen Beschäftigungen - erschafft, erhält und zerstört. Grob zusammengefaßt...

Was macht der Mensch tagtäglich im Geiste wie auch in seinen Taten? Er erschafft, erhält und zerstört...

Rein logisch gesehen, läßt es nur eine Schlußfolgerung zu...

Doch in dieser Welt gibt es viele, große Steine, die auf diesen Wegen herum liegen. Der eine - mehr oder weniger große - ist die Dualität. Aber am größten ist wohl aber das andere Ich (nicht das "wahre" Ich). Dieses andere Ich bevorzugt diesen falschen Egoismus, welcher in dieser verruchten Welt vorherrscht. Es braucht Aufmerksamkeit, Zuwendung, Anerkennung und was weiß ich noch alles. Hierfür dient z.B. Macht und Geld. Und dies Alles macht es stark wenn es diese Zuwendungen bekommt. Immer Stärker, bis das "wahre" Ich nicht mehr kann und ganz verloren geht (wird aber nicht verloren gehen :-)). Dieses falsche Ego hindert uns daran, das wahre Ich zu entdecken, ein höherer Mensch zu werden, unsere wahren Fähigkeiten zu leben, - ja, richtig zu LEBEN. Dieses wahre ich ist DAS Universum, wovon auch immer die Rede ist. Es ist das Allwissen.

Aber mit dem ist es wie immer: Wir wissen wie es besser geht, und machen doch alles wider der Vernunft (wider dem Herzen). (z.B. "Ich weiß, daß rauchen schädlich ist - na und?").

Und die Hölle, das Höllenfeuer ist ein Symbol / Sinnbild dafür (in diesen vielen alten Schriften wurde doch sehr bildlich gesprochen und mit Bildern und Metaphern gearbeitet), wenn dieses "falsche" Ego bekämpft wird - also ein Kampf mit sich selbst - mit seinem inneren Schweinhund. Ist es doch in dieser Welt der Verantwortungslosigkeit (auf den ersten Blick) viel einfacher, ohne diese Kämpfe. Und dieser Kampf kann im wahrsten Sinne des Wortes Höllenqualen hervorrufen...

Jener oder welcher wird sich jetzt vielleicht sagen: "Mensch, das ist doch bloß einer! Da komm ich gegen an" (übrigens kann hier eine Überheblichkeit mit hinzukommen, welche durch dieses eben zu bekämpfende Ego ausgebildet wurde :-)). Doch weit gefehlt. Es hat nämlich einen starken, scheinbar übermächtigen Verbündeten: Die Angst.

Was könnten wir nicht alles tun und machen und denken - wenn die Angst nicht wäre? Die Angst vor dem "danach" z.B. Das Dumme daran ist, daß die Angst, wie auch die Liebe, dadurch wächst, umsomehr Energie ihr gewidmet wird, sprich an sie gedacht und über sie nachgedacht wird - und schlußendlich auch ausgelebt wird...

Doch bei genauerer Betrachtung ist Angst Sinnlos. Reine Energieverschwendung...bitte nehmt mich wörtlich.

Ich für mich möchte nicht behaupten, daß ich schon das wahrste vom wahren Ich entdeckt habe, geschweige denn das "Allwissen" o.ä. - aber dennoch: ich habe schon vor geraumer Zeit einen sehr großen Teil dieses Egos überwunden. Auch spielt Angst in meinem Leben (fast) keine, wenn nicht gar keine Rolle mehr. Zumindest bilde ich mir das ein

Mein wahres Ich steht im Vordergrund...es zu entdecken, zu erfahren und es zu leben :)

Auf diesem Weg geht’s aber auch nicht zurück. Es geht entweder immer vorwärts, oder es bleibt die Ruhe. In dieser Ruheposition scheint sich jetzt die Menschheit zu befinden - denn diesen ganzen Circus immer wieder als Fortschritt zu bezeichnen, ist wohl leicht übertrieben, wenn nicht Angeberei :)


Natürlich liegt es in erster Linie an jedem selbst - und wenn die einzelnen immer mehr werden, wird sich auch in der Welt was tun. Wichtig ist nur: nicht aufgeben :)

So denn - lernen wir wieder leben lernen - lernen wir wieder lieben lernen!

(veröffentlicht am 23. Mai 2002)